In den Siebzigerjahren führte Willi Enderli im Kanton Zürich seine eigene Metzgerei. Dreissig Jahre später leitete er ein Fleischunternehmen mit über 2000 Mitarbeitenden. Bei «Ekstra Mein» im mazedonischen Kumanovo verarbeiten 100 Angestellte auf engstem Raum Fleisch zu Schinken und Würsten. «Obwohl sie bei uns übliche Verfahren zur Qualitätskontrolle noch nicht konsequent anwenden, sind der Schinken und die Wurstwaren konstant von guter Qualität.» Enderli wirkte auf allen Ebenen, von ergonomischen Handgriffen der Fleischverarbeitung über die Standardisierung von Abläufen bis zur Nutzung von Kennzahlen, um die Effizienz zu steigern. Auf der untersten und auf der obersten Stufe, also beim Besitzer der Fabrik, brauche es wohl noch eine Weile, bis sich Management-Methoden nach mitteleuropäischem Standard durchsetzen, schätzt Enderli. Die fehlende Grundlage einer Berufslehre macht sich, speziell im Mittelkader stark bemerkbar. «Von den Bereichsleitern bis zum Unternehmensleiter ist die Firma jedoch auf einem guten Weg.»


